Was ist die beste Salbe gegen Ekzeme?
Die Wahl der richtigen Salbe gegen Ekzeme hängt immer davon ab, welches Problem Ihre Haut gerade plagt. Während in der akuten Phase mit Nässen vor allem vom Arzt verschriebene Kortikoid-Salben gegen Ekzeme helfen, sind bei der chronischen Phase Emollientien entscheidend. Welche Salbe gegen Ekzeme sollte man also wählen und woran erkennt man, dass eine Creme allein nicht ausreicht?
Salbe oder Creme gegen Ekzeme?
Befindet sich das Ekzem in der Heilungsphase, in der die Haut ausgetrocknet ist, reicht eine feuchtigkeitsspendende Creme nicht aus. Salben schließen im Gegensatz zu Cremes die Feuchtigkeit besser in der Haut ein und haben eine stark feuchtigkeitsspendende Wirkung sowie eine langanhaltende Wirkung.
Wenn Sie jedoch nach einer Lösung suchen, die die Haut zusätzlich aktiv vor reizenden Umwelteinflüssen schützt, reichen weder eine klassische Creme noch eine Salbe aus. In einem solchen Fall kommt der Barrierschutz ins Spiel, der im Gegensatz zu herkömmlichen Produkten auch nach dem Händewaschen auf der Haut verbleibt.
Salben
Vorteile
• Sind in der Regel wirksamer als Cremes
• Gute Aufnahme durch die Haut
• Wirksame Feuchtigkeitsquelle für die Haut
• Bilden eine starke Schutzschicht, die die Heilung der Haut unterstützen kann
• Enthalten weniger Konservierungsstoffe
Nachteile
• Haben ein fettiges Aussehen und eine fettige Textur
• Lassen sich oft schwerer verteilen
• Lassen sich schwer abwaschen
• Können Kleidung und Textilien verschmutzen
Cremes
Vorteile
• Wirksame Feuchtigkeitsquelle
• Weniger fettig als Salben
• Auch für nässende Haut geeignet
• Einfachere Anwendung auf großen Flächen
Nachteile
• Im Allgemeinen weniger wirksam als Salben
• Enthalten häufiger Konservierungsstoffe
• Können auf der Haut keine starke Schutzbarriere bilden
• Weniger feuchtigkeitsspendend als Salben
Barrierekremes
Vorteile
• Bilden einen Schutzfilm, der den Kontakt der Haut mit Wasser, Reinigungsmitteln und anderen Reizstoffen einschränkt
• Sie tragen zum Schutz einer geschwächten Hautbarriere bei
• Ziehen in der Regel schnell ein und hinterlassen kein fettiges Gefühl
• Geeignet bei der Arbeit mit Wasser, Reinigungsmitteln oder Chemikalien
Nachteile
• Sie heilen Entzündungen bei akutem Ekzem nicht von selbst
• Sie ersetzen keine vom Arzt verschriebenen medizinischen Salben
• Bei sehr trockener Haut können sie weniger rückfettend wirken als herkömmliche Salben
Wie erkennt man ein Ekzem?
Zu den typischen Symptomen gehören starker Juckreiz (oft nachts stärker), Reizungen, gerötete und heiße Hautstellen sowie kleine Bläschen, die sich abschälen und nässen können. Die Haut ist sehr trocken und reißt oft auf.
Damit die Behandlung wirksam ist, sollte man wissen, womit man es zu tun hat. Zu den häufigsten Arten von Ekzemen gehören:
1. Atopisches Ekzem: Genetisch bedingt, tritt oft bereits im Kindesalter in den Ellenbogen- und Kniekehlen auf. Es äußert sich durch trockene, gerötete und juckende Haut, die schuppig werden oder aufbrechen kann.
2. Kontaktallergisches Ekzem: Eine Reaktion auf eine bestimmte Substanz (Nickel, Kosmetika, Gummi usw.) direkt an der Kontaktstelle. Es äußert sich durch Rötung, starken Juckreiz und manchmal auch durch kleine Bläschen oder Schwellungen.
3. Reizekzem: Entsteht durch häufiges Einweichen der Hände oder durch Kontakt mit Chemikalien und Reinigungsmitteln. Die Haut brennt und reißt auf.
4. Dyshidrotisches Ekzem: Es äußert sich durch kleine, stark juckende Bläschen an den Handflächen und Fußsohlen.
Welche rezeptfreien Salben gibt es gegen Ekzeme?
In Apotheken und im Internet finden Sie eine ganze Reihe von Salben, die bei Ekzemen helfen. Jede Salbe wirkt etwas anders und eignet sich für eine andere Phase der Beschwerden.
Zinksalbe
Zink hat eine beruhigende und leicht austrocknende Wirkung. Zinksalbe wird daher vor allem bei nässenden Stellen oder gereizter Haut angewendet. Ein Nachteil ist, dass sie die Haut bei längerer Anwendung austrocknen kann.
Hanfsalbe
Salben mit Hanföl enthalten Fettsäuren, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und den Wiederaufbau der Hautbarriere unterstützen. Hanfsalbe wird häufig bei trockener, gereizter oder schuppiger Haut angewendet.
Sie können sich auch eine selbstgemachte Hanfsalbe herstellen, zum Beispiel aus Hanföl und natürlichen Fetten wie Sheabutter, Kokosöl oder Bienenwachs. Bei empfindlicher Haut sollte jedoch immer die individuelle Verträglichkeit beachtet werden, da auch natürliche Inhaltsstoffe bei manchen Menschen Reizungen oder allergische Reaktionen auslösen können.
Propolis-Salbe
Propolis hat natürliche antibakterielle Eigenschaften und hilft bei leichten Hautentzündungen. Allerdings ist Vorsicht geboten – bei empfindlicheren Menschen kann es zu allergischen Reaktionen kommen.
Vitaminsalben (z. B. mit Vitamin A oder E)
Sie unterstützen die Regeneration der Haut und werden häufig bei trockener oder rissiger Haut angewendet.
Kalziumsalbe (Calcium pantothenicum)
Hilft, gereizte Haut zu beruhigen und unterstützt deren Regeneration. Wird in der Regel als ergänzende Pflege bei verschiedenen Hautproblemen eingesetzt.
Teersalbe
Teersalbe gehört zu den traditionellen Präparaten, die bei Ekzemen verwendet werden. Teer hilft, Juckreiz und Entzündungen zu lindern und verlangsamt übermäßige Hautschuppung. Diese Salben haben jedoch einen spezifischen Geruch und können Kleidung verfärben, weshalb sie eher lokal und auf ärztliche Empfehlung angewendet werden.
Hausgemachte oder pflanzliche Salben
Ringelblumensalbe kann helfen, Hautirritationen zu lindern und die Heilung zu fördern. Die Ringelblume ist für ihre beruhigenden und regenerierenden Wirkungen bekannt.
Verschreibungspflichtige Salben gegen Ekzeme
Kortikoid-Salbe
Bei starker Entzündung kann der Dermatologe eine Salbe gegen Ekzeme mit Kortikoiden verschreiben, die Entzündungen und Juckreiz schnell lindert. Diese Präparate sind sehr wirksam, werden jedoch nur kurzfristig angewendet. Bei langfristiger Anwendung können sie nämlich zu einer Verdünnung der Haut oder zu erhöhter Hautempfindlichkeit führen.
In einigen Fällen verschreibt der Dermatologe auch individuell zusammengestellte Ekzem-Salben, die in der Apotheke entsprechend den konkreten Bedürfnissen des Patienten individuell zubereitet werden. Sie können beispielsweise eine Kombination aus beruhigenden, entzündungshemmenden oder rückfettenden Wirkstoffen enthalten, und ihre Zusammensetzung wird an den aktuellen Zustand der Haut angepasst.
Was ist die beste Salbe gegen atopisches Ekzem?
Es gibt keine universell beste Salbe gegen atopisches Ekzem, da das geeignete Präparat davon abhängt, in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet und wie empfindlich die Haut ist. In der akuten Phase mit ausgeprägter Entzündung verschreibt der Arzt häufig eine Kortikoid-Salbe, die Juckreiz und Rötungen schnell lindert.
Als Ergänzung zur Pflege können Sie auch rezeptfreie Salben gegen atopisches Ekzem wählen, die helfen, trockene und gereizte Haut zu beruhigen und den Wiederaufbau der Hautbarriere zu unterstützen.
Für die Langzeitpflege werden meist Emollientien gewählt, also feuchtigkeitsspendende Cremes und Salben, die helfen, die gestörte Hautbarriere wiederherzustellen und die Austrocknung der Haut zu verringern.
Welche Salbe hilft bei Ekzemen an den Händen?
Bei Ekzemen an den Händen helfen rückfettende und regenerierende Salben mit Ceramiden, Panthenol oder Harnstoff. Sie können auch Zink-, Hanf- oder Kalzium-Salben verwenden, die zur Beruhigung gereizter Haut und zur Wiederherstellung ihrer Schutzbarriere beitragen.
Welche Salbe hilft bei Ekzemen um die Augen und auf den Augenlidern?
Die Haut um die Augen ist sehr empfindlich, daher sollten bei Ekzemen im Augenbereich sanfte, parfümfreie Salben verwendet werden, die nicht reizen. Geeignet sind beispielsweise Vitaminsalben oder Kalziumsalbe sowie andere schonende, rückfettende Präparate, die von einem Dermatologen empfohlen werden.
Womit behandelt man Ekzeme bei Kindern und Säuglingen?
Die Haut von Kindern ist viel empfindlicher als die von Erwachsenen. Daher ist es bei der Auswahl einer Salbe gegen Ekzeme für Kinder wichtig, Produkte mit einer möglichst einfachen und schonenden Zusammensetzung zu wählen, idealerweise ohne Duftstoffe und reizende Inhaltsstoffe.
Beispielsweise kann Zinksalbe bei nässenden oder gereizten Stellen helfen, da sie die Haut beruhigt und leicht austrocknet. Zur Beruhigung und Regeneration gereizter Haut wird Kalziumsalbe (Calcium pantothenicum) verwendet, und bei trockener Haut können Sie Hanfsalben auftragen.
Es ist wichtig, die Zusammensetzung des Präparats und eine mögliche Reaktion der Haut zu beobachten – beispielsweise können Propolis-Salben bei manchen Kindern Allergien auslösen. Wenn das Ekzem ausgeprägt ist oder sich verschlimmert, kann der Arzt eine Kortikoid-Salbe verschreiben, die die Entzündung schnell unterdrückt.
Was hilft bei Ekzemen bei Babys?
Bei Babys helfen vor allem regelmäßiges Eincremen der Haut, eine schonende Hautpflege und die Vermeidung des Kontakts mit reizenden Substanzen, da die Schutzbarriere der Kinderhaut geschwächt ist und die Haut leicht austrocknet und gereizt wird.
Bei der Hautpflege von Babys sollten folgende Regeln beachtet werden:
• Häufiges und schonendes Eincremen – zum Beispiel mit speziellen, für Säuglinge bestimmten Emollientien.
• Kurze und lauwarme Bäder – lange Bäder können die Haut noch mehr austrocknen.
• Verwendung milder Waschmittel ohne Duftstoffe.
• Vermeidung potenzieller Allergene und Reizstoffe.
Wenn das Ekzem ausgeprägt ist oder sich nicht bessert, wenden Sie sich an einen Kinderarzt oder Dermatologen, der eine geeignete Behandlung empfehlen wird.
Wie man ein Ekzem loswird
Salben helfen, gereizte Haut zu beruhigen und die Symptome des Ekzems zu lindern, beseitigen aber allein nicht die Ursache der Beschwerden.
Wenn Sie Ihr Ekzem loswerden möchten, ist es wichtig, die Auslöser zu ermitteln und zu versuchen, diese möglichst zu vermeiden. Zu den typischen Auslösern gehören beispielsweise Allergene aus der Umgebung, Pollen, Staub, bestimmte Lebensmittel oder der Kontakt mit Reizstoffen wie Wasch- oder Reinigungsmitteln.
Neben diesen Auslösern gibt es auch Faktoren, die das Ekzem verschlimmern können.
Was das Ekzem verschlimmert:
• Stress – Lang anhaltender Stress fördert Entzündungsprozesse im Körper und löst bei manchen Menschen Ekzem-Symptome aus oder verstärkt diese.
• Schlafmangel – guter Schlaf ist wichtig für die Regeneration der Haut und die ordnungsgemäße Funktion des Immunsystems.
• Ungesunde Lebensweise – insbesondere Dehydrierung, unausgewogene Ernährung, Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum verschlechtern den Hautzustand.
Leben mit Ekzemen
Ein Ekzem ist eine Hauterkrankung, die oft nicht nur auf eine einzige Ursache zurückzuführen ist. Eine richtig ausgewählte Salbe oder Creme kann Juckreiz, Trockenheit und Reizungen deutlich lindern, doch eine langfristige Besserung erfordert meist eine Kombination mehrerer Maßnahmen.
Wichtig sind eine regelmäßige Hautpflege, der Schutz der Haut vor Reizstoffen aus der Umgebung sowie der allgemeine Lebensstil.